Die vielfältigen Möglichkeiten des Johanniskrauts
Gesundheit | Gruenling | November 24, 2011 at 16:11
Das Johanniskraut zählt zu den Heilpflanzen. Seine Geschichte begann bereits vor mehr als 2.000 Jahren. Dabei kam Johanniskraut im Laufe der Jahrhunderte bei zahlreichen Krankheiten zum Einsatz. So finden fast alle Teile des Johanniskrauts Anwendung in der Medizin. Aus Johanniskrautblüten wird beispielsweise das sogenannte Rotöl gewonnen, das äußerlich als Wundheilmittel bei Narben, Verbrennungen, Blutergüssen und natürlich zur Pflege von spröder Haut eingesetzt wird. Zudem kann das Rotöl auch innerlich bei Verdauungsbeschwerden eingenommen werden.
Extrakte als Tee oder Kapsel
Durch das Trocknen und zerkleinern von Stängel und Blättern und durch die Zugabe eines Methanol-Wassergemisches haben sich nach mehreren Stunden die Inhaltsstoffe gelöst und können sodann vom Extrakt getrennt werden und zu Kapseln und Tabletten weiterverarbeitet werden. Diese Präparate finden bei leichten bis mittelschweren Depressionen, Nervosität und Angststörungen Anwendung. Allerdings muss hier ganz klar gesagt werden, dass Johanniskraut bei schweren Depressionen kaum wirksam ist. Neben Tabletten und Kapsel kann Johanniskraut auch in Form von Tee, Tropfen und Pflanzensaft eingenommen werden. Johanniskraut ist zwar pflanzlich, jedoch durchaus vergleichbar mit einem Antidepressiva. Aus diesem Grund tritt die stimmungsaufhellende Wirkung auch erst nach ungefähr 4 Wochen nach der Einnahme ein.
Leichte Verträglichkeit
Johanniskraut ist gut verträglich und schadet der Gesundheit im Allgemeinen nicht. Ein gut verträgliches Präparat ist beispielsweise Neuroplant. Nur in wenigen Fällen treten allergische Hautreaktionen oder Magen-Darmbeschwerden auf. Zudem sollte bei der Einnahme von Johanniskraut auf eine starke Sonnenbestrahlung verzichtet werden, da eine erhöhte Empfindlichkeit gegen Sonnen- oder Solarienlicht entsteht. Es ist also durchaus ratsam, vor der Einnahme einen ärztlichen Rat einzuholen, da Johanniskraut auch die Wirkung von Antidepressiva oder der Antibabypille beeinflussen kann.
Bild: Printemps – Fotolia.com
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